Sonntag, 10. März 2013

DJBC Frankfurt 2013


1. Deutscher Jugendbouldercup in Frankfurt

Am 09.03.2013 war es wieder soweit, die Wettkampfsaison hat gestartet. In der frisch gebauten Frankfurter Boulderwelt ging es nach Vorstellung der Regeländerungen und des neuen Wettkampsystems um 9:30 endlich los, mit der Qualifikation der B-Jugend. Vom Stützpunktkader nahmen Laura Polomsky und Lena Hoffmann bei der weiblichen Jugend B und Max Prinz, Felix Flick und Philipp Wellmann bei der männlichen Jugend B teil.
Das erste Boulderproblem für die Jungs, ein sloperiger Boulder, wurde von allen Hannoveranern locker geflasht. Der zweite Boulder war ein Anlaufboulder mit 4 halben Kugelvolumen. An ihm konnte man erkennen, dass sich das lange Training mit Anlaufbouldern gelohnt hat. Auch diesen Boulder konnten alle flashen, auch wenn Max sich beim Anlaufen am Ohr verletzte.
Als dritten Boulder wurde eine Platte mit einigen dreieckigen Volumen gewählt. Der Zonengriff war nach einigem Herumgeschiebe leicht zu erreichen, doch keinem der Hannoveraner wollte ein Top gelingen.  Man musste sich mit einem kleinen Untergriff auf einem Volumen aufstellen und danach ein sehr rutschiges Prisma greifen um schlussendlich den Topgriff zu erreichen. Dieser letzte Schritt wollte keinem gelingen. Während die Jungs an diesem Boulder herumprobierten hatte Laura schon fünf der sechs Mädchenboulder geflasht auch bei Lena sah es schon sehr gut aus.
Als letzter Boulder fehlte Laura nur noch ein Boulder mit sehr kleinen Leisten, der ihr einfach nicht gelingen wollte. Lena konnte ihre Sprungphobie überwinden und stieg einen Anlaufboulder der Mädchen locker durch, auch die anderen Boulder für die Mädchen gelangen nun auch ihr. Die Zeit verstrich und Laura und Lena konnten einfach mit den Leisten in ihrem letzten Boulder nichts anfangen, die Griffe waren einfach zu klein.

Auch bei den Jungs gelang nicht mehr viel, Felix konnte sich noch eine Zone in einem schwarzgriffigen Boulder mit kleinen Kellen im Dach mit einem komplizierten Ausstieg holen. Es waren nur noch 30 Minuten, doch dann konnte Max seine letzten Kräfte sammeln und stieg nach einigen Versuchen einen rotgriffigen Boulder mit sehr schlechten Slopern in einem wellenförmigen Wandabschnitt durch. Die Zeit verstrich, Max probierte an dem schwarzgriffigen Boulder im Dach herum und plötzlich kurz vor Ende der Qualifikation konnte er ihn endlich durchsteigen. Damit konnte Max sich als zweiter(!!) fürs Finale qualifizieren. Bei den Mädchen konnte sich leider keiner fürs Finale qualifizieren, denn dafür hätten sie den letzten Boulder durchsteigen müssen.
Bevor Max im Finale antreten durfte begann zuerst die Qualifikation der Jugend A. Vom Stützpunkt Hannover sind Ruben Firnenburg und Lars Hoffmann gestartet, sie mussten in die selben Boulder wie die Jugend B, lediglich zwei Boulder wurden gewechselt. Ruben konnte bis auf einen Boulder, der auch in der Jugend B nicht getoppt wurde, alle klettern. Beim Anlaufboulder verpatzte er seinen ersten Versuch, doch beim zweiten Versuch stieg er ihn souverän durch. In dem Boulder, der neu dazu geschraubt wurde lieferte er eine beeindruckende Vorstellung an den leicht überhängenden Slopern. Auch an den anderen Bouldern konnte er mit sehr guter Technik überzeugen.
Auch Lars konnte viele Boulder toppen, vor allem war seine Leistung in einem technisch anspruchsvollen Boulder sehr überzeugend.  Nachdem die Ergebnisse ausgewertet wurden stand fest, dass Ruben als Erster und Lars als Zweiter ins Finale eingezogen sind. Nachdem die Finalboulder eingeschraubt wurden, ging das Finale endlich los. Als ersten Boulder gab es eine Platte mit einem sehr komplexen Zug, an dem alle Starter scheiterten. Auch Max mühte sich ab und man konnte ihm die Verzweiflung ansehen. Doch der zweite Boulder war ein Boulder mit Leisten im überhängenden Bereich. Nachdem Max nach einigen Versuchen den Startzug richtig hinbekommen hatte war er in seinem Element; man musste an eine Leiste hangeln und von dort an einen großen Sloper greifen. Mit aller Kraft  konnte er seine Füße wieder an die Wand bekommen und kletterte weiter. Um den Top zu halten musste man sehr stabil stehen, da es ein sehr kleines Plättchen war. Nach ein wenig Herumgewackel  konnte er sein Gewicht richtig verlagern und hielt den Top fest. Die stark vertretene hannoversche Fangruppe aus Eltern und Athleten war außer sich, denn außer Max konnte keiner den Boulder toppen.
Im dritten Boulder war Max komplett in seinem Element. Max ging zielstrebig rein und konnte den dynamischen Boulder an abschüssigen Zangenslopern souverän dursteigen. Jetzt begann das große Rechnen, denn Max führte mit zwei Tops Vorsprung und nur noch ein Boulder lag vor ihm. Wenn Tilman, der erste nach der Qualifikation, den Boulder nicht toppen konnte, hätte Max gewonnen. Als dann die fünf Minuten von Tilman vorbei waren und er den Boulder nicht toppen konnte, gab es im hannoverschen Fanblock kein Halten mehr. Max, der von seinem Sieg noch nichts wusste, ging konzentriert in den letzten Boulder rein und gab alles, aber konnte die richtige Lösung nicht entdecken. Doch das spielte keine Rolle mehr. Als Max komplett erschöpft von seinem Sieg erfuhr, konnte er es nicht fassen, denn er hatte sich durch den Sieg auch für den Europacup qualifiziert.
Nachdem Max seine außergewöhnliche Leistung realisiert hatte, begann schon das Finale der Jugend A. Lars konnte die ersten zwei Boulder topklettern. Ruben, dem man die Erschöpfung von der Krankheit kurz vor dem Wettkampf ansah, konnte leider keinen Boulder toppen. Auch die letzten beiden Boulder bekamen weder von Lars noch von Ruben ein Top. Am Ende des Finals konnte Lars seinen zweiten Platz halten. Ruben wurde unglücklicherweise auf den fünften Platz durchgereicht. Insgesamt war es ein sehr erfolgreicher Wettkampf für das Team von Stützpunktkader Hannover.

Philipp Wellmann




Max räumt ab.


Lars souverän.
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